Party unter der Brücke

Ein Open-Air „under the Bridge“. Wenn man sich das so anhört, meint man, Trödler-Chef Bernd Gompper erlaubt sich einen bösen Spaß. Unter der Brücke löst bei vielen Menschen den Gedanken nach Obdachlosigkeit aus. Drogen-Junkies und die „asozialen Kids“ leben unter der Brücke. Meinen viele.

Die Kollegin, eine derer, die ich sehr schätze, hatte einen Autounfall und ich musste spontan einspringen. Ich hatte mich davor überhaupt nicht mit diesem Trödler-Open-Air beschäftigt, liegt es doch direkt vor meiner Haustüre. Ich kam dort hin und stellte fest. Es ist weder schäbig, noch sonst etwas: Gemeint war die alte Eisenbahnbrücke in der unteren Vorstadt, unter der mächtig gefeiert wurde.


Albstadt-Ebingen. Eine laue Sommernacht, nicht zu warm und nicht zu kalt, also das perfekte Wetter für das „Trödler Open-Air under the Bridge“ am vergangenen Wochenende. Bernd Gompper, Betreiber des Wirtshauses Trödler lud an drei Tagen zu Party und guter Laune in die untere Vorstadt ein.

Der Beginn am Samstagabend war schleppend: Nur wenige Besucher versammelten sich vor dem Auftritt von „The Dewy Lilies“ auf dem Platz. Als die Albstädter Band jedoch zu spielen begann, änderte sich dies schlagartig.

Musikalisch erstreckt sich das Repertoire der sechsköpfigen Band um Frontfrau Verena Rissel durch alle Zeitepochen der Rock- und Popgeschichte. Aber auch die aktuellen Charthits durften nicht fehlen. Daher reichten die Hits von der „Schickeria“ der Spider Murphy Gang bis hin zum „Heavy Cross“ von Gossip. Anschließend mündete der Abend dem Lied „Purple Rain“ und einer Hardock Zugabe von ACDC in ein Konfettifeuerwerk.

Mit der Harley durchs Publikum

Am Samstag spielten „Heaven In Hell“ auf dem Platz unter der alten Eisenbahnbrücke der Talgangbahn. Die Gruppe kommt aus dem Allgäu, und konnte das Publikum schnell mit ihrem Cover-Rock im Stil der 80er Jahre überzeugen. Songs wie „Don’t stop believing“ oder „Bohemian Rhapsody“ durften dabei natürlich eben so wenig fehlen wie eine Harley, die während der Bühnenshow durchs Publikum kreiste.

Organisator Bernd Gompper war zufrieden mit der Resonanz. Und auch Roland Tralmer, Vorsitzender des CDU Stadtverbands war begeistert: „Von wegen, nix los in Albstadt!“ schreibt er auf Facebook. Für ihn war es viel mehr eine „Starke Sache“

Das dreitägige Fest endete dann aber besinnlich: Mit einem Gottesdienst und anschließendem Frühschoppen am Sonntag ging das Trödler-OpenAir dem Ende entgegen. Mit durchweg positivem Fazit des Veranstalters, wie auch des Sicherheitsdienstes und dem Ortsverein des Deutschen Roten Kreuz, welche das Wochenende zur Sicherheit der Besucher begleitete.

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