Ein Fensterputzer als Pechvogel

Der Kreisbrandmeister war anschließend sehr zufrieden – die Werksfeuerwehr von Groz-Beckert und die Abteilung Ebingen der Freiwilligen Feuerwehr Albstadt haben bei ihrer gemeinsamen Übung gute Arbeit geleistet.

Albstadt-Ebingen. Freitagabend, 20 Uhr. Aus der Tiefgarage von Groz-Beckert quillt dicker Rauch und steigt, am Gebäude vorbei, nach oben. Ausgerechnet an dieser Stelle schwebt eine Fensterputzerkanzel mit Fensterputzer – der Mann hat inmitten der Rauchschwaden das Bewusstsein verloren. Das Fenster, an dem er zu Gange war, ist offen, und durch die Fensteröffnung zieht der Rauch ins Gebäude hinein.

Realität? Glücklicherweise nicht – alles nur inszeniert; den Rauch, der aus der Garage dringt, produziert eine Nebelmaschine. Die Feuerwehrleute auf dem Grünstreifen neben der Bundesstraße 463 sind dagegen echt; sie gehören der Werkfeuerwehr von Groz-Beckert und der Ebinger Feuerwehrabteilung an. Die Werkfeuerwehr hatte sich bei ihrem Löscheinsatz auf den Brandherd in der Tiefgarage konzentriert; als sie bemerkten, dass der Fensterputzer in seiner Kanzel gefangen war, alarmierten sie die Kollegen von der Freiwilligen Feuerwehr. Die erschien innerhalb kürzester Zeit und nimmt sich nun des Pechvogels an.

Der hauseigene Rettungsdienst hat auch alle Hände voll zu tun: Im Haus sind gleich sieben Verletzte gerettet und anschließend versorgt worden. Alle meistern ihre Aufgaben mit Bravour und bekommen das anschließend auch von Kreisbrandmeister Stefan Hermann attestiert.

Der Kreisfeuerwehrverband ist gehalten, regelmäßig zu überprüfen, ob die Werkfeuerwehr einsatzbereit und ihren Aufgaben gewachsen ist – sie ist es, stellt Hermann bei der anschließenden Manöverkritik fest, und hat es erneut eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Michael Jannack, der Einsatz- und Übungsleiter, pflichtet ihm bei: Er habe die Übung als ruhig und strukturiert erlebt. Mit einem Vesper auf Kosten des Hauses geht ein erfolgreicher Übungseinsatz zu Ende.

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