Wie in einem kleinen Erlebnispark

Dramatische Szenen bei der Firma Knobel in Truchtelfingen: Eine eskalierte Grillparty, ein Auto, das unter einem Schotterhaufen begraben wurde, eines, dass auf dem Dach gelandet ist – und zu allem Übel auch noch eine brennende Halle.

Albstadt-Truchtelfingen. Was sich nach einem tragischen Großunglück anhört, war das Übungsszenario der Jugendfeuerwehren in Albstadt. 52 Jungen und Mädchen aus sechs Abteilungen der Nachwuchs-Feuerwehr rücken mit Unterstützung des Jugendrotkreuzes aus Tailfingen auf dem Gelände der Firma Knobel an. Im hinteren Bereich des Steinbruchs haben Jugendliche ein Lagerfeuer angezündet. Die Jugendlichen der Abteilung Onstmettingen kümmern sich um die Verletzten und bringen das Feuer schnell unter Kontrolle. Nur wenige Meter weiter steckt ein Auto mitsamt Fahrer in einem Schotterhaufen – schnell wird zur Schaufel gegriffen und das Fahrzeug – letztlich mit der Seilwinde des Ebinger Löschfahrzeuges – herausgezogen, während die Abteilung Tailfingen im Gebäude zum Löschangriff vorrückt. Weil die Wasserversorgung auf dem Firmengelände nur begrenzt ausreicht, wird von der Konrad-Adenauer-Straße eine Leitung in den Steinbruch gelegt. Im vorderen Bereich liegt ein Auto auf dem Dach – der Fahrer ist eingeklemmt. Grund für das Chaos ist ein Fest von Jugendlichen, das nach einem missglückten Autorennen auf dem Firmengelände endet. Die Mitglieder des Jugendrotkreuzes aus Tailfingen kümmern sich um die Verletzten, die teilweise schwerste Brandverletzungen erlitten haben oder bewusstlos aus dem Gebäude gezogen werden. Die Zuschauer stellen schnell fest, dass der Nachwuchs der Feuerwehr Albstadt auf höchstem Niveau ausgebildet worden ist. Und genau das ist das Ziel der Übung: möglichst vielen Eltern und sonstigen Interessenten den hohen Ausbildungsstand der Jugendfeuerwehr und des Jugendrotkreuzes vor Augen zu führen. Dass dieses Vorhaben gelungen ist, bestätigt Stadtbrandmeister Michael Adam den Jugendlichen am Ende der aufwendigen Übung. Man sehe, dass die Jugendfeuerwehren schnell und sauber arbeiteten. Außerdem sei es für ihn zugegangen wie in einem kleinen Legoland: Überall rannten die Jugendlichen umher, an jeder Ecke gab es etwas zu sehen, und zahlreiche Besucher kamen bei strahlendem Sonnenschein. Adam wäre dankbar dafür, den Steinbruch umzubenennen: »Feuerwehr Erlebnispark Albstadt«. Firmeninhaber Markus Knobel zeigt sich am Ende von der spendablen Seite: Im Anschluss gibt es für alle Einsatzkräfte – die Jugendlichen und die unterstützenden Erwachsenen – etwas zu Essen und zu Trinken: als Spende an die Feuerwehr.

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